Buchprojekt
LEBENSMUSEUM.
Jeder Mensch trägt ein Lebensmuseum in sich. Dieses Buch öffnet meines.
Ein Geruch, ein Lied, ein Satz – und plötzlich ist etwas wieder da, das jahrelang verschüttet schien. Ein Mensch, ein Ort, ein Augenblick. Genau solche Türen möchte ich mit meinem „Lebensmuseum“ öffnen.
Erinnerungen werden zu Exponaten.
In diesem Buch bekommen Geschichten aus meinem Leben eigene Räume. Es geht um Begegnungen, Liebe, Freundschaft, Arbeit, Reisen, Zufälle und Abschiede. Um komische, verrückte und manchmal unbequeme Erlebnisse. Und um kleine Momente, deren Bedeutung ich oft erst viel später verstanden habe.
Fotografien, Dokumente, Erinnerungsstücke, Illustrationen und Musik begleiten den Rundgang. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten dahinter. Ein Foto kann lange überdauern. Warum jemand darauf lächelt und was dieser Augenblick bedeutete, erzählt es von allein nicht.
Wenn eine Erinnerung die nächste weckt.
Beim Schreiben habe ich erlebt, wie eine Geschichte die nächste hervorruft. Namen, Orte und Einzelheiten tauchen wieder auf. Manchmal fühlt es sich an, als hätte ich in meinem Kopf eine Tür geöffnet, hinter der noch viel mehr liegt. Daraus ist eine Frage gewachsen: Können wir durch bewusstes Erinnern und Schreiben wieder einen besseren Zugang zu unserem eigenen Leben finden?
Träume, Lithium und unser inneres Archiv.
Seit ich mich mit dem Hippocampus, Lithium und der Entstehung von Erinnerungen beschäftige, nehme ich bei mir Veränderungen wahr: Ich träume intensiver und erinnere mich an Dinge, die lange weit weg waren. Diese persönlichen Erfahrungen sind ein weiterer Ausgangspunkt des Buches. Sie werfen Fragen auf; eine einzelne Ursache lässt sich daraus nicht ableiten.
Der Hippocampus bekommt im Lebensmuseum auch einen symbolischen Platz: als Herzstück des inneren Archivs und als Bild dafür, wie kostbar und verletzlich Erinnerungen sind. Mich interessiert, was Schreiben, Träume, Beziehungen und unser Alltag mit dem Erinnern zu tun haben. Persönliche Beobachtungen und wissenschaftliche Einordnung sollen dabei erkennbar bleiben.
Welche Räume hätte dein Lebensmuseum?.
In einer Zeit, in der wir immer mehr Denken und Erinnern an digitale Helfer auslagern, möchte ich den Blick auch nach innen richten. Meine Geschichten sind der Anfang. Vielleicht bringen sie dich zu einem eigenen Menschen, einem Geruch, einem Lied oder einem längst vergessenen Augenblick.
Welche Erinnerung würdest du ausstellen? Welcher Gegenstand hätte seinen Platz verdient – und welche Geschichte müsste danebenstehen?
Das Buch entsteht gerade. Ob und wann es veröffentlicht wird, weiß ich noch nicht. Hier werde ich Einblicke in seine Entstehung und ausgewählte Geschichten vorstellen.